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Der Bahnhof Dortmund-Marten liegt nördlich vom Martener Ortskern. Aus heutiger Sicht würde man
ihm wohl den Namen Dortmund-Hangeney geben, doch als der Bahnhof Dortmund-Marten Ende des 19. Jahrhunderts
eröffnet wurde, gab es die heute sehr große Siedlung Hangeney noch nicht.
Gebaut wurde Bahnhof Marten von der Coeln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft. Dies mag zunächst
überraschen, denn es ist bekannt, daß die Coeln-Mindener von Castrop-Rauxel über Mengede nach Dortmund
hineinfuhr und dann weiter über Courl (Kurl) und Kamen nach Hamm. In der Tat liegt der Bahnhof Dortmund-Marten
nicht an der Stammstrecke der Coeln-Mindener, sondern an einer Nebenstrecke, der sogenannten Emschertalbahn.
Die im Oktober 1843 gegründete Coeln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft hatte bei der Trassierung ihrer
Hauptstrecke, die in Dortmund im Mai 1847 eröffnet wurde, lediglich auf die finanziellen Aspekte eines
möglichst preisgünstigen Baus geachtet, nicht aber auf eine günstige Lage zu den Zechen, die die Eisenbahn
für den Gütertransport nutzen wollten. Da die Coeln-Mindener die einzige Eisenbahngesellschaft in der Region
war, und die Zechen somit auf sie angewiesen waren, konnte sie es sich leisten, die Kosten für den
Anschluß an die Bahnstrecke den Zechengesellschaften aufzuerlegen.
Als aber in den folgenden Jahren weitere Eisenbahngesellschaften das Ruhrgebiet erschlossen, setzte
Wettbewerb um die Zechen als potente Kunden ein, was zur Folge hatte, daß die Zechen ihren Gleisanschluß
kostenlos bekamen. Nun war es nicht mehr das Problem der Zechengesellschaften, sondern das Problem der
Coeln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft, daß ihre Gleise im Raum Dortmund so weit von den Zechen entfernt lagen.
So begann die Coeln-Mindener im November 1868 mit dem Bau einer zusätzlichen Strecke, der Emschertalbahn.
Die Emschertalbahn wurde in den 1870er-Jahren abschnittsweise eröffnet, der Abschnitt von Castrop (heute
Castrop-Rauxel Süd) über Merklinde, Marten und Huckarde nach Dortmund 1878.
Die Strecke war zweigleisig geplant, aber zunächst nur eingleisig gebaut worden. Erst nach der Verstaatlichung
der verschiedenen Eisenbahngesellschaften zur Königlich Preußischen Eisenbahn-Verwaltung ("K.P.E.V.") ab 1880
wurde die Emschertalbahn zweiggleisig ausgebaut.
Aus finanziellen Gründen wurden die meisten Gebäude der Emschertalbahn in Holzbauweise errichtet. So sieht
man auch am Bahnhof Marten noch einen hölzernen Güterbahnhof.
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