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Die bauliche Struktur des Münchner Hauptbahnhofs mit seinen Seitenflügeln ist durch seine Historie begründet:
In den Zeiten der Etablierung der Eisenbahn im 19. Jahrhundert bildeten sich viele Gesellschaften, die lukrative Verbindungen in die
großen Städte und Industriegebiete bauten.
So befanden sich in vielen deutschen und anderen Städten mehrere zentrale Bahnhöfe unterschiedlicher Gesellschaften.
Diese waren meist nach dem von dort angesteuerten Zielen benannt.
Für München wies die Deutsche Bundesbahn noch in
den 1970er-Jahren in ihren Karten nicht nur einen Münchner Hauptbahnhof aus, sondern deren drei.
Der abgebildete Kartenausschnitt stammt aus dem Kursbuch der Deutschen Bundesbahn des Winterfahrplans 1970/71. Der
nördliche Teil des heutigen Hauptbahnhofs München ist als Starnberger Bahnhof bezeichnet, der südliche Flügel als Holzkirchner Bahnhof.
Der Name "Holzkirchner Bahnhof" ist auch heute noch Name einer Straßenbahn- und Bushaltestelle am Hauptbahnhof,
während "Starnberger Bahnhof" nur noch umgangssprachliche Bezeichnung für den Nordflügel des Münchner Hauptbahnhofs ist.
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